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À voix basse (In a whisper | Mit leiser Stimme) – von Leyla Bouzid

„À voix basse“ (In a whisper | Mit leiser Stimme) ist der neue Film der tunesischen Filmregisseurin und Drehbuchautorin Leyla Bouzid, die die Regie führte und das Drehbuch schrieb. Der Film kommt 2026 in die Kinos. Es ist Bouzids dritter Spielfilm und ihrer Mutter gewidmet. Der Film feierte am 13. Februar 2026 im Wettbewerb der 76. Berlinale seine Vorpremiere. Er ist am Sonntag, den 26. April 2026 um 15.20 Uhr als Vorpremiere und in Anwesenheit der Besetzung im Pathé Kino in der Mall of Sousse zu sehen.

Handlung
Zur Beerdigung ihres Onkels kehrt die in Paris lebende Lilia erstmals in ihre Heimat Tunesien zurück. Ihre Familie weiß nichts über ihr Leben in Paris, und schon gar nicht, dass Lilia lesbisch ist und mit einer Frau zusammenlebt. Familie und Verwandte, Freunde und Bekannte kommen anlässlich des Todesfalls zusammen, um Erinnerungen auszutauschen, während Lilia einmal mehr erkennt, dass es gute Gründe für sie gab, Tunesien zu verlassen und in Frankreich ein neues Leben aufzubauen.
Parallel entschließt sie sich, dem plötzlichen Tod ihres Onkels auf den Grund zu gehen. Zurückgekehrt in Begleitung ihrer Freundin Alice (Marion Barbeau), die sich im Hotel versteckt hält, weiß Lilia (Eya Bouteraa) nicht, ob sie diese ihrer Familie vorstellen soll und unter welchem Begriff: „Lebensgefährtin“, „Mitbewohnerin“.,,

Hintergrund
À voix basse ist der dritte abendfüllende Spielfilm von Leyla Bouzid. Sie hat ihn ihrer Mutter gewidmet, die kurz vor Beendigung der Dreharbeiten starb. Er wurde von der französischen Produktionsfirma Unité und der tunesischen Cinétéléfilms koproduziert. Der Verleih wurde in Deutschland durch Neue Visionen und in der Schweiz durch Cineworx übernommen. Bei der Berlinale 2026 wurde der Film für den Teddy Award für den Besten Film nominiert.

Information

  • Titel: À voix basse (In a whisper | Mit leiser Stimme)
  • Art des Films: Spielfilm mit Krimielementen
  • Sprache (Original): Französisch und Arabisch
  • Produktionsland: Frankreich
  • Produktionsjahr: 2026
  • Länge: 113 min
  • Regie: Leyla Bouzid
  • Drehbuch: Leyla Bouzid
  • Ton: Aymen Labidi, Raphaël Mouterde, Sarah Lelu, Niels Barletta
  • Redaktion/Schnitt: Lilian Corbeille
  • Musik: Yom, Raphaël Mouterde (Sounddesign)
  • Darsteller (-innen): Eya Bouteraa: Lilia; Marion Barbeau: Alice; Hiam Abbass: Wahida; Fériel Chammari: Hayet; Salma Baccar: Oma Néfissa; Lassaad Jamoussi: Moncef; Karim Rmadi: Daly
  • Produzentin: Caroline Nataf
  • Produktionsfirmen: Unité; Cinétéléfilms (Koproduktion)

Info zu Leyla Bouzid: Leyla Bouzid ist eine preisgekrönte tunesische Regisseurin und Drehbuchautorin, die für ihre einfühlsamen Porträts junger Menschen in Nordafrika bekannt ist. Sie wurde 1984 in Tunis als Tochter des Regisseurs Nouri Bouzid geboren. Sie absolvierte ein Studium der französischen Literatur an der Sorbonne und Filmregie an der renommierten La Fémis in Paris. Ihre Filme behandeln oft Themen wie Freiheit, Rebellion, sexuelles Erwachen und die politische Situation in Tunesien.

Wichtige Filme

  • À voix basse (In a Whisper, 2026): Ihr neuester Film, der auf der Berlinale 2026 Weltpremiere feierte.
    Eine Geschichte von Liebe und Verlangen (2021): Premiere in der Semaine de la Critique in Cannes; thematisiert die Entdeckung arabischer Erotikliteratur.
  • Kaum öffne ich die Augen (2015): Ihr vielfach ausgezeichnetes Spielfilmdebüt über eine junge Rocksängerin kurz vor der tunesischen Revolution.

Auszeichnungen

  • Tanit de bronze beim Carthage Film Festival.
  • Bester Nachwuchsfilm bei den Französischen Filmtagen Tübingen-Stuttgart.
  • Europa Cinemas Label Award bei den Filmfestspielen von Venedig.

Cineworks: https://www.cineworx.ch